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Geschichte

Turn- und Wassersportverein Recklinghausen-Süd 1886 e.V.

VEREINSGESCHICHTE

Stand:     Okt. 2017

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Anfänge des Turnes in Recklinghausen-Süd

1886 wurde der älteste Süder Turnverein aus der Taufe gehoben: der TV 1886 Bruch. Dieser verein ist einer der drei Ursprungsvereine, die den heutigen TuW ausmachen.

Als Gründungsstätte des TV 1886 Bruch kann der Gasthof Schlüter (gegr. 1876) bezeichnet werden.

Dort kam es in einem Freundeskreis junger Männer, die sich mehr oder weniger regelmäßig trafen, zu einer bemerkenswerten Wette:

Einer wollte barfüßig von Recklinghausen nach Münster und zurück laufen, was ihm auch gelang.

Bruch (heute Süd oder Südstadt genannt) war damals nicht vom Bergbau geprägt. Die Bevölkerung betrug rund 3.000 Einwohner. So verwundert es nicht, dass die Gründungsmitglieder aus der Einwohnerschaft einer typisch bürgerlichen Kleinstadt, wie Recklinghausen es zu der Zeit noch war, stammten.

Geselligkeit verbunden mit Ringkämpfen auf einer Wiese gegenüber dem Vereinslokal Schlüter an der Bochumer Straße standen anfangs im Vordergrund der Vereinstätigkeit.

Geturnt wurde erst viel später und zwar in Gaststätten oder im Freien. Zu einer Turnhalle kam Süd erst im Jahre 1927.

Bereits zwei Jahre nach der Gründung gab es interne Meinungsverschiedenheiten, die zur Abspaltung einer großen Anzahl von Mitgliedern führte, welche den Turnclub Bruch 1888 gründeten.

Der TV 1886 Bruch fiel daraufhin bis 1898 in einen Dornröschenschlaf.

TV 1886 Süd

Als Recklinghausen aufgrund des Zuzugs der durch den Bergbau angezogenen Menschen 1901 kreisfrei wurde und das Emscherbruch - noch heute gibt es den Namen Bruchweg - den Namen Recklinghausen-Süd erhielt, nannte sich auch der TV 1886 Bruch um in “TV Recklinghausen-Süd von 1886”.

Karnevalistische Sitzungen, Kaisergeburtstagsfeiern und die Teilnahme an den Veranstaltungen des Münsterländer Turngaues bestimmten das Vereinsleben bis zum zweiten Dornröschenschlaf von 1912-1914.

Noch während der Ruhrbesetzung durch die Franzosen blühte das Vereinsleben erneut auf:

Die 1927 errichtete Turnhalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums (Lyzeum) belegte man an drei Abenden in der Woche.

Die Turner des TV Recklinghausen-Süd waren stets zu Späßen aufgelegt.

Eintracht

Die Eintracht war für den heutigen TuW der zweite Vorfahr. Als Arbeiterverein sah sie den Sport anders als die Mehrzahl der bürgerlichen Vereine.

Sport sollte der Gesundheit und der Stärkung des Klassenbewusstseins der Arbeiter dienen. Preise, Rekorde, Siege uns nationales Prestigedenken z.B. bei Arbeiterolympiaden waren daher verpönt. Der Sport sollte zur geistigen Aktivierung beitragen und nicht zur Ablenkung von Arbeiterinteressen. Dies galt auch für die Arbeiterfrauen.

Obwohl die Arbeitersportler den Breitensport betonten, gab es hervorragende Sportler in ihren Reihen, die von den “Bürgerlichen” umworben wurden.

Die “Eintracht” und die “Freien Schwimmer” gehörten zu dieser Gruppe von Sportvereinen. Beide Vereine besaßen mehr Mitglieder als die bürgerlichen Vereinen der Südstadt.

Dies lag daran, dass in Süd wegen der Zechen viele Arbeiter wohnten - schon damals gab es ein Nord-Süd-Gefälle: In der Altstadt Recklinghausen waren die “Stehkragenvereine” stark, unterhalb der heutigen Blitzkuhlenstraße die Arbeitervereine.

Die 1913 gegründete Eintracht erlebte in der Weimarer Republik ihre Blütezeit. Die Sportpalette reichte von Schüler- über Jugendturnen bis Männer- und Frauenturnen. Zudem besaß die Eintracht Abteilungen in Fuß- und Handball, Tennis, Schwimmen und Turnspiele, wobei viele Mitglieder sowohl turnten als auch schwammen und spielten.

Sehr großen Wert legte man auf die Jugendarbeit. Zusammen mit dem “Bruderverein”, den “Freien Schwimmern”, organisierte man Schnitzeljagden, Bühnenschauturnen, Spiele. Nikolaus- und Weihnachtsfeiern.

“Sonntagmorgens, 4.00 Uhr, findet eine Wanderung zur Stever statt. Die Teilnehmer haben sich pünktlich an der Kraftstation einzufinden. Stehkragenonkels, die sich unter den Teilnehmern befinden, werden lt. Beschluss als Packesel verwendet.”

Erst der Nationalsozialismus beendete die fruchtbare Arbeit der Eintracht:

“Unser Vorsitzender Artur Geppert war schlauer als die Nazis: Die vereinseigenen Geräte wurden unter den Mitgliedern verkauft, damit sie nicht beschlagnahmt wurden. Das eigenommene Geld wurde dann an einem Festabend verhökert.”

Freie Schwimmer

Nachdem in Recklinghausen-Süd 1921 die Hafenanstalt errichtet worden war, gründete die Eintracht eine Schwimmabteilung.

Schon 1923 spannte sich das Verhältnis zwischen Turnern und Schimmern. 1924 trennte man sich im Einvernehmen aller. Die Schwimmer gründeten der Arbeiterverein “Freie Schwimmer” Recklinghausen-Süd”, den dritten Vorfahren des TuW.

Schon nach kurzer Zeit wuchs der Verein von anfangs 80 auf 230 Mitglieder und etliche Erfolge wurden erreicht.

Da der Verein kein Hallenbad besaß, wurde als Ergänzungsangebot eine später erfolgreiche Handballabteilung gegründet. Einige Schwimmer kauften sich 1927 die ersten Faltboote. Um die Erlaubnis zum Befahren der Wasserwege zu erhalten, mussten sie eine Kanuabteilung gründen.

“Die Paddelboote hatten den Erfolg, dass unsere Schwimmer rumpaddelten, statt zu trainieren. Da bin ich dann zusammen mit dem Naroska nachts rausgeschwommen und habe ein Loch in das erste vereinseigene Blechboot gemacht, so dass es unterging. Dummerweise kam es bei Kanalausschachtungen ein Jahr später wieder zum Vorschein.”

Doch schon bald gehörten Wanderfahrten ins feste Programm der Schwimmer.

Als Anfang der 30er Jahre die Arbeitslosigkeit zunahm, widmete sich der Verein zusammen mit der Eintracht besonders der erwerbslosen Jugend, mit deren Hilfe auch ein Sportplatz hinter dem ehemaligen Gaswerk an der Bochumer Straße geschaffen wurde.

Zudem wurden viele Boote selbst gebaut, denn neue waren fast unerschwinglich.

Um 1933 die Auflösung als Arbeiterverein zu umgehen, gründeten sich die Schwimmer als “Wassersportverein Recklinghausen-Süd”, ohne den Zusatz “Arbeiterverein” neu. Durch die Denunzierung eines Mitgliedes aus dem bürgerlichen TV 1886 Süd flog der Verein auf und wurde aufgelöst:

“Unsere Leihbibliothek mit 100 Büchern, Fahnen, Wimpel und sogar zwei Sätze Wasserballmützen wurden zum Neumarkt gebracht und öffentlich verbrannt. Vereinsvermögen und Bootshaus wurden beschlagnahmt.”

Erstes Bootshaus

Nachdem sich innerhalb der “Freien Schwimmer” 1926 eine Kanuabteilung gegründet hatte, wurde bald ein eigenes Bootshaus für die meist selbst gefahrenen Boote benötigt.

In einer sehr schweren Zeit - Wirtschaftskrise, hohe Arbeitslosigkeit, große not der Bevölkerung - wurde das 1. Bootshaus in 6.600 Arbeitsstunden und mit 17.000 gepickten Steinen eines Luftschachtes der Zeche König-Ludwig erbaut.

Viele Erwerbslose stellten sich damals sich damals zur Verfügung, doch auch die, die Arbeit hatten beteiligten sich:

“Als ich eines Tages von der Arbeit an dem Bau vorbeigekommen bin, haben mich die Erwerbslosen, die an dem Bau arbeiteten, so bequatscht, dass ich meinen eben erst erhaltenen Wochenlohn für Zement und Kalk hergab.”

“Beispielsweise die gußeisernen Fenster stammen alle von Klärchen (Zeche in Hochlarmark). Die Zechenarbeiter dachten, ich gehöre zum Zechenpersonal und sagten nichts, als ich die Fenster einfach von der Verladerampe wegnahm.”

Die Eröffnung folgte am 11. Juni 1932.

1934 wurde das Bootshaus beschlagnahmt und dem TV 1886 Süd zur Verfügung gestellt.

Im 2. Weltkrieg diente das Bootshaus als Flakstellung und wurde stark beschädigt. Trotz des Wiederaufbaus genügte es 1949 nicht mehr den Ansprüchen, so dass eine Erweiterung notwendig wurde.

Zweites Bootshaus und Vereinsheim

In der Monatsversammlung des TuW am 9. Februar 1949 wurde dem Plan, ein Vereinsheim auf dem Gelände des heutigen Stadthafens zu bauen, zugestimmt. Die feierliche Grundstein fand am 25. Mai 1949, dem Tag der Großstadtwerdung Recklinghausens, statt. Die Steine für das Vereinsheim erhielt man durch Steinepicken bei der alten Post.

In feierlicher Runde erfolgte am 10. Juni 1951 die Einweihung.

22.500 Arbeitsstunden wurden zur Erstellung der Anlage benötigt. Dazu gehörten eine Drei-Zimmerwohnung, ein großer und ein kleiner Tagesraum, Umkleidekabinen mit Brausegelegenheiten, eine Veranda und ein Bootsraum für 80 Boote. Neben dem Haus befand sich eine LIegewiese, dazu eine Turnanlage mit Schaukelringen, Spannreck und zwei Barren, eine Hochsprung- und Weitsprunggrube sowie ein Handballfeld.

Geplant war auch der Bau eines Schwimmbeckens. Der Plan konnte jedoch nicht durchgeführt werden, da die Stadt kein passendes Gelände zur Verfügung stellte.

Drittes Bootshaus und Vereinsheim

1965 trat die Stadt Recklinghausen an den TuW mit der Bitte heran, das Bootshaus und den Handballplatz wegen des Ausbaus des Stadthafens und einer Mühlenansiedlung aufzugeben.

Dem Wunsch kam man nach. Die TuW-Sportler behielten das Recht, das Vereinsheim solange weiter zu benutzen, bis ein neues Vereinsheim gebaut war.

Als geeignetes Gelände dafür wählte man das Grundstück an der Pöppinghauser Straße (in Herne) nahe der Ludwigsbrücke und der Schleuse. Das Vereinsheim konnte nicht sofort gebaut werden, weil die Finanzierung nicht klar war.

Bereits zwei Monate später, am 29. August 1969 legte der damalige Oberbürgermeister Heinrich Auge in einer Feierstunde den Grundstein zum 3. Vereinsheim.

“Der TuW mit seinen Abteilungen: Turnen, Kanu, Handball und Schwimmen, ein Faktor im heimischen Breitensport, hat in seiner fast 85jährigen Geschichte eine Bedeutung erlangt, die weit über den örtlichen Raum hinausgeht.”

Am 23. Mai 1970 konnte das neue dritte Bootshaus eingeweiht werden. Zehn Jahre später, im August 1981, erhielt das Bootshaus als Anbau ein 32 Schlafplätze umfassendes Bettenhaus.

Im Dritten Reich

Nachdem der Versuch der “Freien Schwimmer”, durch die Gründung der “Wasserfreunde” ihren Sport unter neuem Namen weiterführen zu können gescheitert war, sprachen sich viele mit Freunden aus der Eintracht ab und gingen in den TV 1886; die Handballer der Schwimmer bereicherten den Verein Union 05.

Die nationalsozialistische Sportpolitik unterdrückte alle anderen Strömungen - vor allem die Arbeitersportler. Wer von ihnen auch weiterhin aktiv bleiben wollte, musste sich dafür bürgerlichen Sportvereinen anschließen.

Die neuen Machthaber konnten sich wegen der guten Verbindungen der beiden Arbeitersportvereine zur Stadt nicht alles erlauben:

“Dann ging es um das Bootshaus. Auch die Hitlerjugend wollte dieses Heim haben. Wir mussten zu einer Versammlung, zu der ich auch eingeladen wurde. Aber als der HJ-Bursche kam, bin ich rausgegangen. Ich hörte nur vom SA-Führer Faßbach: ‘Wenn ich ein eigenes Haus haben wollt, dann baut Euch selbst eins.’ Ich musste noch mal rein und wir bekamen unser Bootshaus zurück, jedoch nur zur Verfügung gestellt.

Die Arbeitersportler, die nicht mehr im aktiven Sport, sondern im organisatorischen Bereich gute Leistungen vollbrachten, verhalfen dem TV 1886 zu einer neuen Blüte.

“Durch diesen Zuwachs an Mitgliedern gelangte der TV von 1886 zu einer nie geahnten Höhe.”

“Von vielen Mitgliedern waren wir nicht gerne gesehen, da aber unsere Leistungen imponierten, hat man sich schließlich damit abgefunden. Jetzt nahm der TV 1886 einen ungeahnten Aufschwung. Nach zwei Jahren schon waren sämtliche Schlüsselpositionen der Fachwarte in den Händen der früheren Arbeitersportler. Ein Jahr weiter und der Verstand bestand ebenfalls aus den zugewanderten Sportlern.”

Ansonsten wurde der Sportbetrieb genauso weitergeführt wie vor der Machtübernahme. Die Leichtathleten fuhren zu Wettkämpfen und die Turner marschierten bei Turnfesten. Die Kanuten fuhren auch weiterhin zu Wanderfahrten aus und die Schwimmer beteiligten sich an Wettkämpfen.

Im zweiten Weltkrieg wurden viele Mitglieder eingezogen und kehrten teilweise nicht zurück. Die Frauen übernahmen wichtige Posten im Verein und Walter Bartsch, als Schlosser auf der Zeche Blumenthal unabkömmlich, leitete den Verein.

Erst 1945 kamen die Vereinsaktivitäten fast vollständig zum Erliegen.

Neubeginn 1945

Die Stunde „Null“ der Recklinghäuser Bevölkerung im Mai 1945 war gleichermaßen eine Stunde „Null“ für den TV 1886 Recklinghausen-Süd.

Das Bootshaus war als Flakstellung umfunktioniert. 40 Boote, alle Tische. Stühle und sogar die Fensterrahmen des Bootshauses gestohlen, die Turnhalle der Theodor-Körner-Schule noch nicht wieder in Stand gesetzt.

“Im Verein war nichts mehr: Erst nach dem Krieg ging es wieder los. Da waren wir in der Wirtschaft bei Jeschke in König-Ludwig, da wo heute der Aldi ist. Das war nach dem Krieg im Herbst. Da war ein Barren, aber kein Reck.“

Schon am 9. Oktober 1945 erfolgte die Zulassung des TV 1886 Recklinghausen-Süd.

Um neben der Turn- die anderen Abteilungen im Vereinsnamen zu berücksichtigen, nannte sich der TV 1886 Süd ab Ende 1945 „Turn- und Sportverein Recklinghausen-Süd 1886“.

Im Winter 1945/46 baute man trotz der allgemeinen Not am Bootshaus, fuhr zum Wasserball nach Erkenschwick, spielte Feldhandball und turnte bei Jeschke und in der Theodor-Körner-Schule, die der Verein mit hergerichtet hatte.

Gerade durch die Jugendarbeit und die Heimkehr von gefangenen Soldaten wuchs die Mitgliederzahl erstaunlich schnell von anfangs 81 auf 181 am 1. September 1946 an.

An diesem Tag beschloss die Monatsversammlung, dem Verein den Namen „TURN- UND WASSERSPORTVEREIN RECKLINGHAUSEN-SÜD“ zu geben, da auf Anordnung der Militärbehörde der Vereinsname keine Jahreszahlen mehr enthalten sollte.

Die Leichtathleten besuchten schon früh wieder die traditionellen Bergfeste aus denen das Harkort-Bergfest heraussticht.

Der Aufbau der Turnabteilung vollzog sich in großen Schritten. Die Stadtmeisterschaft Recklinghausen bestand in den 50er Jahre ausschließlich aus Turnern des TuW.

Die Schwimmer trainierten im Kanal und spielten Wasserball.

Die Handballer spielten zunächst auf dem Platz am Gaswerk, später am Bootshaus.

1948 übernahmen die Kanuten neben den normalen Wanderfahrten ihre erste Auslandstour nach dem 2. Weltkrieg.

Rennboote standen noch nicht zur Verfügung. Die Anfang der 50er Jahre einsetzende Spezialisierung markierte das Ende der Aufbauphase des TuW.

Frauen im TuW

“Also ich will Ihnen eins sagen: Wenn ich eine andere Frau gehabt hätte. die wäre todsicher weggegangen. Ich habe schließlich Handball gespielt, geturnt und Leichtathletik gemacht.”

Jeder, der mehr als einmal in der Woche mit dem Verein zu tun hat, weiß, wie wichtig es ist, dass der Partner Verständnis für den Sport aufbringt. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.

Früher trieben die Frauen weniger Sport. Meist hatten sie mit dem Verein zu tun, wenn die Männer ihre Frauen bzw. Freundinnen auf Feste oder Fahrten mitnahmen.

Hausfrauabteilungen gab es nicht, denn die Frauen hatten Zuhause genug zu tun, weil es viele technische Hilfsmittel noch nicht gab.

Die Arbeitervereine “Eintracht” und “Freie Schwimmer” waren die ersten Vereine in Süd, die auch den Vorurteilen zu begegnen versuchten:

“Die gebetbuchbewaffneten Damen und Dämchen brauchen auf unsere Turnerinnen, die in der Turnhose einherschreiten, gar nicht so hämisch zu grinsen; sie haben damit nur bewiesen, dass ihnen jeder fortschrittlicher Geist zuwider ist.”

Doch auch sie hatten immer dann Schwierigkeiten, wenn die Frauen heirateten. Die Familie ging vor.

Im Zweiten Weltkrieg füllten die Frauen die Lücke in der Vereinsarbeit aus, die durch den Kriegseinsatz der Männer entstanden waren und diese wirkte sich auch auf das Selbstbewusstsein nach dem Weltkrieg aus:

Die Frauenabteilungen wurden im Breiten, als auch im Spitzensport stärker. Sie stellten regelmäßig der 2. Vorsitzenden im TuW; die ersten Deutschen Meister des TuW waren ebenfalls Frauen. Heute sind die Frauen mit mehr als der Hälfte der Mitglieder, vor allem im Turnbereich in der Überzahl.

Die regelmäßige Hilfe bei Veranstaltungen bleibt jedoch weiterhin eine Selbstverständlichkeit.

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